Bete
Volksgruppe mit etwa 800 000
Menschen. Sie wird mit den Niabwa und anderen kleineren Gruppen zu den Kru
gerechnet. (Nicht zu verwechseln mit den Bete, die in Südost-Nigeria leben
und den Ekoi angehören!)
Die Bete leben in einem dreiecksähnlichen Gebiet im südwestlichen Teil
der Elfenbeinküste, das von den Orten Daloa, Gagnoa und Soubré als Spitzen
gekennzeichnet ist. Das Gebiet ist im Westen begrenzt vom Fluss Sassandra,
der das Land in nord-südlicher Richtung durchfliesst.
Figuren der Bete sind relativ selten. Seit in den 40er und 50er Jahren
die Ngere bei den Bete die Masken eingeführt haben, treten hauptsächlich
geschnitzte Masken auf, von denen diejenigen am bekanntesten sein dürften,
die – mit mehreren stilisierten Hauern versehen
– einem Ritterhelm mit
Visier gleichen. Seltener sind Masken, die Stilelemente der Dan mit
Charakteristika der umliegenden Volksgruppen (Guro, Wobe, Ngere) verbinden.
Besonders verbreitet sind die Masken bei den westlichen Bete-Gruppen, in
der Region um die Stadt Daloa.
Im Osten werden nur ausnahmsweise Masken verwendet.
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst
und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2)
© Galerie HILT AG Basel, 2006
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