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AFRICANA

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Bronzeplatte
58 x 46 cm




Holzschale

23 x 49 cm

Nr. 194 / 92

 

 

Gedenkkopf

(vermutlich Vorlage)

Holz

Höhe 63 cm

Nr. 63 / 92

 

Benin

Bei der Kunst von Benin handelt es sich nicht um die Kunst der in dieser Gegend beheimateten Volksgruppe der Edo sprechenden Bini, nicht einmal um die der Stadt Benin, sondern lediglich um die des Palastes der Obas (Oba=König) von Benin.

«Benin» ist also eine rein höfische Kunst, die von der sogenannten «Stammeskunst» der Bini verschieden ist, wenngleich stilistische Gemeinsamkeiten, vor allem bei den Masken, bestehen.

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts dürfte unter der Regierung des Oba Oguola der Bronzeguss in Ife eingeführt worden sein. Dieser Zeitpunkt wird auch als Basis für die allgemein anerkannte Chronologie der Benin-Kunst angesehen, obwohl andere mündliche Überlieferungen berichten, dass Benin auch schon früher den Bronzeguss kannte.

Das 15. und 16. Jahrhundert gilt als die ruhmvolle Zeit Benins, die Zeit der Kriegerkönige, in der auch die ersten der grossen Kunstwerke entstanden sein dürfen.

 

Drei Hauptperioden lassen sich kunstgeschichtlich unterscheiden:

Frühzeit : Etwa 1400 bis Ende 16. Jahrhundert. Dünnwandige (1-3 mm) hervorragend gearbeitete Figuren und Köpfe: sie sind stilistisch den Bronzen von Alt-Ife am ähnlichsten, möglicherweise erst um 1500 entstanden. Am Ende der Periode entstehen vermutlich die ersten Elfenbeinmasken.

Klassische sog. «grosse Zeit» : Ende 16. bis Mitte 18. Jahrhundert. Auf Monumentalität ausgerichtete Stücke; die Gedenkköpfe haben weite, hohe Perlenkragen. Im 17. Jahrhundert entstehen die zahlreichen Bronzeplatten, die die Pfeiler des Palastes verkleiden und die Siege des Königs verherrlichen. Die Bronzen werden dickwandiger (bis 6 mm).

Spätzeit : Zweite Hälfte 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert. Allmählicher Verlust der künstlerischen und technischen Qualität.

 

Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2)

© Galerie HILT AG Basel, 1999

 

 

 


Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Objekte nicht mehr erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage.

Besten Dank für Ihr Verständnis.


 

 

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Benin 63 92 (pdf)

Benin 194 92.pdf

 


 


 


 

 

 

 

Benin

Bei der Kunst von Benin handelt es sich nicht um die Kunst der in dieser Gegend beheimateten Volksgruppe der Edo sprechenden Bini, nicht einmal um die der Stadt Benin, sondern lediglich um die des Palastes der Obas (Oba=König) von Benin.

«Benin» ist also eine rein höfische Kunst, die von der sogenannten «Stammeskunst» der Bini verschieden ist, wenngleich stilistische Gemeinsamkeiten, vor allem bei den Masken, bestehen.

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts dürfte unter der Regierung des Oba Oguola der Bronzeguss in Ife eingeführt worden sein. Dieser Zeitpunkt wird auch als Basis für die allgemein anerkannte Chronologie der Benin-Kunst angesehen, obwohl andere mündliche Überlieferungen berichten, dass Benin auch schon früher den Bronzeguss kannte.

Das 15. und 16. Jahrhundert gilt als die ruhmvolle Zeit Benins, die Zeit der Kriegerkönige, in der auch die ersten der grossen Kunstwerke entstanden sein dürfen.

 

Drei Hauptperioden lassen sich kunstgeschichtlich unterscheiden:

Frühzeit : Etwa 1400 bis Ende 16. Jahrhundert. Dünnwandige (1-3 mm) hervorragend gearbeitete Figuren und Köpfe: sie sind stilistisch den Bronzen von Alt-Ife am ähnlichsten, möglicherweise erst um 1500 entstanden. Am Ende der Periode entstehen vermutlich die ersten Elfenbeinmasken.

Klassische sog. «grosse Zeit» : Ende 16. bis Mitte 18. Jahrhundert. Auf Monumentalität ausgerichtete Stücke; die Gedenkköpfe haben weite, hohe Perlenkragen. Im 17. Jahrhundert entstehen die zahlreichen Bronzeplatten, die die Pfeiler des Palastes verkleiden und die Siege des Königs verherrlichen. Die Bronzen werden dickwandiger (bis 6 mm).

Spätzeit : Zweite Hälfte 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert. Allmählicher Verlust der künstlerischen und technischen Qualität.

 

Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2)

© Galerie HILT AG Basel, 1999

 

 


Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Objekte nicht mehr erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.