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G A L E R I E
AFRICANA |
seit 1950 | |
| since 1950 | ||
| depuis 1950 |
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Holzschale 23 x 49 cm Nr. 194 / 92
Gedenkkopf (vermutlich Vorlage) Holz Höhe 63 cm Nr. 63 / 92 |
Benin Bei der Kunst von Benin handelt es sich nicht um die Kunst der in dieser Gegend beheimateten Volksgruppe der Edo sprechenden Bini, nicht einmal um die der Stadt Benin, sondern lediglich um die des Palastes der Obas (Oba=König) von Benin. «Benin» ist also eine rein höfische Kunst, die von der sogenannten «Stammeskunst» der Bini verschieden ist, wenngleich stilistische Gemeinsamkeiten, vor allem bei den Masken, bestehen. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts dürfte unter der Regierung des Oba Oguola der Bronzeguss in Ife eingeführt worden sein. Dieser Zeitpunkt wird auch als Basis für die allgemein anerkannte Chronologie der Benin-Kunst angesehen, obwohl andere mündliche Überlieferungen berichten, dass Benin auch schon früher den Bronzeguss kannte. Das 15. und 16. Jahrhundert gilt als die ruhmvolle Zeit Benins, die Zeit der Kriegerkönige, in der auch die ersten der grossen Kunstwerke entstanden sein dürfen.
Drei Hauptperioden lassen sich kunstgeschichtlich unterscheiden: Frühzeit : Etwa 1400 bis Ende 16. Jahrhundert. Dünnwandige (1-3 mm) hervorragend gearbeitete Figuren und Köpfe: sie sind stilistisch den Bronzen von Alt-Ife am ähnlichsten, möglicherweise erst um 1500 entstanden. Am Ende der Periode entstehen vermutlich die ersten Elfenbeinmasken. Klassische sog. «grosse Zeit» : Ende 16. bis Mitte 18. Jahrhundert. Auf Monumentalität ausgerichtete Stücke; die Gedenkköpfe haben weite, hohe Perlenkragen. Im 17. Jahrhundert entstehen die zahlreichen Bronzeplatten, die die Pfeiler des Palastes verkleiden und die Siege des Königs verherrlichen. Die Bronzen werden dickwandiger (bis 6 mm). Spätzeit : Zweite Hälfte 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert. Allmählicher Verlust der künstlerischen und technischen Qualität.
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2) © Galerie HILT AG Basel, 1999
Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Objekte nicht mehr erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.
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Benin Bei der Kunst von Benin handelt es sich nicht um die
Kunst der in dieser Gegend beheimateten Volksgruppe der Edo sprechenden Bini,
nicht einmal um die der Stadt Benin, sondern lediglich um die des Palastes
der Obas (Oba=König) von Benin. «Benin» ist also eine rein höfische Kunst, die von der
sogenannten «Stammeskunst» der Bini verschieden ist, wenngleich stilistische
Gemeinsamkeiten, vor allem bei den Masken, bestehen. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts dürfte unter der
Regierung des Oba Oguola der Bronzeguss in Ife eingeführt worden sein.
Dieser Zeitpunkt wird auch als Basis für die allgemein anerkannte
Chronologie der Benin-Kunst angesehen, obwohl andere mündliche
Überlieferungen berichten, dass Benin auch schon früher den Bronzeguss
kannte. Das 15. und 16. Jahrhundert gilt als die ruhmvolle Zeit Benins, die Zeit
der Kriegerkönige, in der auch die ersten der grossen Kunstwerke entstanden
sein dürfen. Drei Hauptperioden lassen sich kunstgeschichtlich
unterscheiden: Frühzeit : Etwa 1400 bis Ende 16. Jahrhundert.
Dünnwandige (1-3 mm) hervorragend gearbeitete Figuren und Köpfe: sie sind
stilistisch den Bronzen von Alt-Ife am ähnlichsten, möglicherweise erst um
1500 entstanden. Am Ende der Periode entstehen vermutlich die ersten
Elfenbeinmasken. Klassische sog. «grosse Zeit» : Ende 16. bis Mitte
18. Jahrhundert. Auf Monumentalität ausgerichtete Stücke; die Gedenkköpfe
haben weite, hohe Perlenkragen. Im 17. Jahrhundert entstehen die zahlreichen
Bronzeplatten, die die Pfeiler des Palastes verkleiden und die Siege des
Königs verherrlichen. Die Bronzen werden dickwandiger (bis 6 mm). Spätzeit : Zweite Hälfte 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert.
Allmählicher Verlust der künstlerischen und technischen Qualität. Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN
3-7814-0374-2) © Galerie HILT AG Basel, 1999 Zur Beachtung:
es kann sein, dass abgebildete Objekte nicht mehr erhältlich sind.
Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.
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