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G A L E R I E
AFRICANA |
seit 1950 | |
| since 1950 | ||
| depuis 1950 |
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Nagelfetisch Holz, versch. Materialien Höhe: 100 cm Nr. 5/96 Maternité Holz, bemalt Höhe: 31,5 cm Nr. 15/94 Maternité Holz 50 x 16,5 x 13 cm Nr. 27/93 Fetisch Holz Höhe: 29 cm Nr. 31/93 Fetisch Holz Höhe: 41,5 cm Nr. 38/96 Weibliche Figur Holz Höhe: 51,5 cm Nr. 50/92 Fetisch Holz, weisse Farbe Höhe: 38 cm Nr. 50/93 Nagelfetisch Holz, versch. Materialien Höhe: 38 cm Nr. 90/93
Fetisch mit Spiegel Holz Höhe: 18 cm Nr. 111/93 |
Kongo Lehuard (1989) hat in seiner umfassenden Studie über die Kongo eine Reihe weiterer Stilgruppen definiert; insgesamt unterscheidet er 15 verschiedene Stilrichtungen, die sich im Norden bis nach Gabun (Vili), im Osten bis zu den Lari, westlich von Brazzaville - und im Süden bis weit nach Angola hin erstreckt (Sorongo/Solongo). Dabei umfasst das Gebiet "Unterer Kongo" vor allem im Osten einen grösseren Bereich, als dies geographisch zu rechtfertigen wäre: hier wird die Grenze bis an die Flüsse Lubwe und Luange verschoben. Neben Ahnen- oder Gedenkfiguren wurden an der Kongoküste verschiedene Skulpturen hergestellt, die eine Bewachungs-, Schutz-, Abwehr-, aber auch Angriffsfunktion erfüllten und meist unter dem Begriff Zauberfigur oder dem heute zum Teil als obsolet empfundenen Begriff "Fetisch" zusammengefasst werden. Als Besonderheit des Kongo-Gebietes können dabei die sogenannten "Nagel- und Spiegelfetische" gelten. In Ihrer Funktion entsprechen sie häufig den Schutz- oder Heiligenfiguren christlicher und anderer Religionen, erfüllen darüber hinaus aber auch gelegentlich malevolente Ziele. Die zweite grosse Gruppe der Kongoskulpturen stellt Ahnen dar; oft findet sich dabei das Mutter-Kind-Motiv (phemba), aber auch Einzelfiguren kommen häufig vor. Sie unterscheiden sich vor allem durch die sorgfältige Bearbeitung insbesondere der Körper der Mutter, wobei auch das kleinste Detail bei der Tatauierung (zitsamba) nicht fehlen darf. Ein weiteres Merkmal der Figuren dieser Region ist das generelle Abweichen der sonst fast überall in Afrika eingehaltenen statischen und symmetrischen Darstellungsweise.
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2) © Galerie HILT AG Basel, 1996/tg
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