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G A L E R I E
AFRICANA |
seit 1950 | |
| since 1950 | ||
| depuis 1950 |
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Tanzmaske bemalt 124 x 37 x 35 cm Nr. 28/92 |
Bobo Bedeutende Volksgruppe, die zusammen mit den Bwa etwa 750'000 Menschen zählt und zum grössten Teil im westlichen Burkina Faso dem früheren Obervolta lebt, zu einem kleinen Teil auch in Mali, in der Gegend von Boura. Ihre Hauptstadt und zugleich die wirtschaftlich bedeutendste Stadt ist Ouagadougou im Süden. Bobo und Bwa wurden früher beide als Bobo bezeichnet, wobei man zwischen den «eigentlichen» Bobo, den Bobo-Fing, den heutigen Bobo, und den Bobo-Ule, den heutigen Bwa unterscheidet, die östlich von ihnen leben. Die anderen Nachbarn der Bobo sind die Senufo, Tusia und Turka im Westen und Südwesten sowie die Lobi im Süden. Als die wichtigsten Kunst Erzeugnisse sowohl der Bwa als auch der Bobo, die beide ihre religiösen Anschauungen aus derselben Wurzel beziehen, können die verschiedenen Masken gelten, figürliche Objekte, wie Tanzstäbe oder kleine Figuren treten demgegenüber zurück. So gibt es selbst in kleinen Dörfern zwanzig und mehr Maskentypen, alle mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Rolle bei ihren Auftritten. Dabei kennzeichnen drei wichtige Anlässe solche Auftritte der Masken - die männliche Initiationsfeierlichkeiten, das Erntedankfest und das Begräbnis eines von Dwo, dem in einer Maske sich manifestierenden Sohn des Schöpfergottes Wuro getöteten Menschen. Wie die Bwa verwenden auch die Bobo sowohl Masken aus Pflanzenfasern und Blättern, als auch solche aus Holz. Die Künstler dieser Holzmasken sind hauptsächlich die Schmiede, die nicht nur für ihre Zeremonien sondern auch für die Maskentänze der Bauern Masken schnitzen. Eine dieser Masken ist die Maske der Pferdeantilope, nyaga (auch coba auf peulh), die heute nicht mehr ausschliesslich eine Maske der Schmiede ist – auch die Bauern verwenden sie im ganzen Bobo-Land. Ausser der Aufgabe zu tanzen, hat sie lediglich eine andere Maske, die nwenke, zu begleiten. Auch von der nyaga-Maske gibt es zwei verschiedene Typen, entsprechend den Orten, wo sie getanzt werden: Muna, Kumi und Kurumani; eine der heiligsten Masken der Schmiede ist die molo, die auch in einer Mischform mit der nwenka auftreten kann. Weitere wichtige Masken sind die Maske des Nashornvogels kuma (Maske der Bauern) oder die bolo, eine Unterhaltungsmaske mit Menschen oder Affengesicht.
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Schmetterlingsmaske 43 x 173,5 cm, Nr. 27/94 - sold |
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2)
© Galerie HILT AG Basel, 2006
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