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Bambara
Mit etwa 2,7 Millionen Menschen
und damit fast einem Drittel der Gesamtbevölkerung stellen die Bambara in
Mali eine der grössten Volksgruppen dar.
Sie leben hauptsächlich zwischen
der Hauptstadt Bamako im Westen und Ségou im Osten, im Süden bis weit über
die Stadt Bougouni hinaus bis an die Grenze zur Elfenbeinküste. Ihre
Nachbarn im Osten sind, von Nord nach Süd, die Peul (Fulbe), Bobo, Senufo
und Minianka, im Westen die Kasonke und Malinke.
Neben den Dogon gelten die
Bambara als die bedeutendsten Schnitzer in Mali. Ihre traditionelle
sozial-religiöse Ordnung kennt eine Aufgliederung der Gesellschaft in
sogenannte Geheimbünde, die als religiöse und politische Organisation eine
stete Kontrolle über ihre Mitglieder und damit über die Gemeinschaft
auszuüben hatte.
In der Regel hatte jede Gemeinschaft sechs dieser
Vereinigungen, Dyo genannt, die - in aufsteigender Reihenfolge -
N'tomo, Komo, Nama, Kono, Tjiwara, und Kore hiessen, und durch die man
im Leben gehen musste, auf der Suche nach vollkommener Weisheit. So tanzen die noch Uninitiierten
im N’tomo – Bund mit einer ästhetisierenden Maske mit vertikal
aufstrebenden Hörnern.
Bei der
Initiation von einer Vereinigung in die andere traten Masken auf, die auch
in der Kunstgeschichte entsprechend bezeichnet werden.
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur»
(ISBN 3-7814-0374-2)
© Galerie HILT AG Basel, 2006 / cr-tg
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