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Vision, 1992

Farblithographie, 50 x 65 cm

 

 

 

 

Voler, 2004

Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm

 

 

 

 

 

 

Liuba Kirova (*1943)

Liuba Kirova wurde am 9. Januar 1943 in Sofia (Bulgarien) geboren. Nach der Grundschule besuchte sie von 1956 – 61 die Kunstgewerbeschule und anschliessend bis 1967 die Kunstakademie von Sofia. Nach dem Kunststudium zog sie nach Paris, wo sie den Mai 1968 als grosse Befreiung erlebte. In dieser Stadt lebte und arbeitete sie zwei Jahre und konnte bereits 1969 ihre Werke in einer Einzelausstellung zeigen.

Ihr Weg führte sie weiter nach Italien. In Mailand verbrachte sie die nächstfolgenden sieben Jahre, trieb ihre Arbeit voran und präsentierte diese an zahlreichen Ausstellungen.

Ein weiteres wichtiges Ereignis für Liuba Kirova war die Begegnung mit Peter Fürst, ihrem späteren Ehemann. Er vermittelte ihr die Liebe zur Improvisation. Als langjähriger Jazzmusiker gab er damals Improvisationskurse im Auftrag der Musik Akademie Basel im Jazzworkshop am Totentanz 1).

Bei ihrer Ankunft 1977 im Schweizerischen Jura wehte ihr dort ein erstaunlicher Wind der Freiheit entgegen. Es war die Zeit der Abspaltung und der Gründung des neuen Kantons Jura. Diese Suche nach Freiheit, Leichtigkeit und Fröhlichkeit entsprach Liuba Kirova sehr.

Kirovas Bilder strahlen Vitalität und Lebensfreude aus. Die Farben sind fröhlich, spielen mit Kontrasten und suchen eine Öffnung zum Raum hin; die Bildsprache bewegt sich zwischen Realismus und Impressionismus. Ein Spiel mit Linien und Zeichen, ein Rhythmus, der das sprudelnde Leben wie in einem fröhlichen Tanzschritt fühlbar macht. Es gibt Landschaften, Stadtansichten, Interieurs, Liebes-paare, Traumvisionen – alles ist in Bewegung.


Manche Bilder sind wahre Farbexplosionen: einmal findet ein Auseinanderstreben von Farben und Bildelementen statt, ein anderes mal wählt die Künstlerin den umgekehrten Weg – immer aber schafft sie ein harmonisches Ganzes.

Ihre Arbeiten erinnern an farbenfrohe Frühlingsfeste in Pastellnuancen oder aber auch an farbkräftige, an Vorgewitter gemahnende Windreigen. Kräftige, satte, manchmal auch gedämpfte Farben, die Gegenständliches darstellen oder auch nur andeuten – oft bis an die Grenze zum Abstrakten stilisiert – werden mosaikartig zusammengestellt und gleichsam durcheinandergewirbelt.

Letztlich widerspiegeln sich in Kirovas Bild-welten die ihr eigene Urkraft, ihr Humor, ihre Menschlichkeit und Weiblichkeit. Liuba Kirova ist mit Ausstellungen in Galerien und Museen in ganz Europa, den USA und in Japan präsent. Ihre Werke wurden an der Kunstmesse ART 15/84 bis 18/87 sowie an Biennalen und Triennalen gezeigt.






1) Totentanz: Heutiger Name der Strasse in Basel beim ehemaligen Dominikanerkloster. Um 1440 hatte ein unbekannter Künstler auf die Innenseite der Laienfriedhofsmauer beim Dominikanerkloster einen Totentanz gemalt. Das Bild war etwa zwei Meter hoch und 60 Meter lang. Da man im Jahre 1805 die Mauer niederlegte, zerstörte man das Bild. Einige Kunstfreunde liessen sich beim Abbruch Bildstücke aus der Mauer schlagen. Die damals geretteten Bildfragmente sind im Historischen Museum Basel, Barfüsserkirche, ausgestellt. Sie beeindrucken durch die hohe künstlerische Qualität.

 

 

 

 

 

Ausstellungen in der Galerie HILT

1996 «Impressions euphoriques du cheval»

1997 «Multiple Art: Eggenschwiler, Giger, Kirova»

2000 «Liuba Kirova & Peter Fürst»

2010 «Liuba Kirova - liberté en couleur»

 

Quellen

Katalog «Aventure autour de cinq pierres» Démocrate S.A., Delémont, 1987

Dokumentation Galerie HILT

 

 

 

© Copyright Galerie HILT AG, 2010/dv-cr

 

 

 

Literatur: Publikationen

 

 

Ausstellungsdokumentation 2010 (pdf)

 

 

 

 


Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.


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