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Rudolf Hausner (1914 - 1995)

Er wurde am 4.12.1914 in Wien geboren und starb am 25.2.1995 in Mödling bei Wien.

 

Rudolf Hausner wuchs in einem kleinbürgerlichen Milieu als Sohn eines Kaufmanns in Wien auf. 1931 bestand er die Matura mit Auszeichnung und von 1931-36 studierte er an der Wiener Akademie der Bildenden Künste und reiste studienhalber durch Europa, Türkei, Aegypten und Palästina.

 

Bereits 1938 erhielt er ein Ausstellungsverbot als «entarteter Künstler». 1941 wurde er zum Kriegsdienst in die deutsche Wehrmacht eingezogen, 1942 heiratete er ein erstes Mal. Als er während des Kriegsdienstes bei Malacky (Slowakei) während Tagen in einem Blockhaus eingeschneit war, machte er durch die Einkehr in sich selbst und durch die Betrachtung der Holzwände eine eigenartige Erfahrung: er sah plötzlich Bilder wie im Kino und konnte den Raum mit diesen Bildern verlassen, in dem er eingesperrt war. So begann er bis Kriegsende seine Bilder im Kopf zu malen. Gegen Kriegsende wurde er von der Truppe entlassen und arbeitete als technischer Zeichner für die Rüstungsindustrie.

 

1944 heiratete er zum zweiten Mal und nach Kriegsende begann er wieder mit seiner künstlerischen Arbeit. Er wurde Mitbegründer des österreichischen Art-Clubs zusammen mit Edgar Jené, Ernst Fuchs und Wolfgang Hutter. Durch das Kennenlernen der Surrealisten bestätigten sich schlagartig seine geheimsten Vorstellungen und seine bislang noch nie ausgestellten Bilder fanden nun den Weg an die Öffentlichkeit.

 

1951 heiratete er Hermine Jedlicka, mit der er eine Tochter Xenia hatte. Es folgten verschiedene Ausstellungen, Erfolge stellten sich ein. Mit den Surrealisten hatte er die Faszination durch das Unbewusste gemeinsam, doch sein Weg führte ihn zum «Phantastischen Realismus». 1965 wurde er Gastprofessor und etwas später Ordinarius an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Es folgten grosse Ausstellungen mit Aufenthalten in USA. 1968 wurde er Ordinarius an der Kunstakademie in Wien und in Hamburg wurde er Professor. 1969 erhielt er den Preis der Stadt Wien.

 

Eigentlich malte Hausner sein Leben lang an einem einzigen Bild und dieses Bild beschäftigte sich mit nichts anderem als mit ihm selbst, seiner Begegnung mit der Welt, mit der Erfahrung des eigenen Wesens und des eigenen Schicksals. Seine Symbolik und sein Vokabular wiederholten sich. Während 8 Jahren malte er an «Die Arche des Odysseus», wobei Odysee seinem eigenen Ich galt. Seine späteren Adam-Modelle entwuchsen dem Biographischen und Privaten, aus dem Modell des Künstlers wurde ein Modell der Zeit: Mit Adam war nicht nur der Maler selbst, mit Adam waren alle gemeint.

 

 

 

 

Ausstellungen in der Galerie HILT: «Rudolf Hausner», 1974.

 

Quelle: Reclams Künstlerlexikon, «Rudolf Hausner», Verlag Galerie Welz Salzburg, 1970.

 

© Copyright Galerie HILT AG, 1999/ab

 

 

 
 

Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.


 

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