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«Sans titre», 1959 Gouache, Fettkreide auf Papier Bildgrösse: 65,7 x 50,3 cm unten rechts signiert und datiert; gerahmt; K171 |
Kumi Sugaï (1919-1996) Er wurde am 13.3.1919 in Kobe (Japan) geboren und starb dort am 14.5.1996.
Kurz nach seiner Geburt wurde er einer Pflegefamilie anvertraut und adoptiert, kehrte jedoch im Alter von sechs Jahren in sein Elternhaus zurück und absolvierte die Grundschule in Mikage. 1928 malte er bereits erste Ölbilder. Eine Herzschwäche zwang ihn, als Elfjähriger zwei Jahre im Spital zu verbringen. 1933 studierte er kurze Zeit an der Kunstakademie in Osaka und arbeitete nachher als Werbegrafiker und Illustrator. Ende der 40er Jahre erwachte sein Interesse an der westlichen Malerei, v.a. der von Pollock, Calder Ernst, Miró und Klee. 1952 verliess er Japan und begab sich nach Paris. Er studierte an der «Académie de la Grande Chaumière und blieb gleich in Frankreich, wo er Verträge mit bedeutenden Galerien abschloss und die Lithografie in sein Schaffen integrierte. 1956 heiratete er die Japanerin Mitsuko Kawamoto. Ab Mitte der 50er Jahren erregten seine Arbeiten viel Aufmerksamkeit und er wurde zu Ausstellungen und Biennalen auf der ganzen Welt eingeladen. 1967 erlitt er mit seiner Frau einen schweren Autounfall in Frankreich, weshalb er ein Jahr nicht arbeiten konnte. 1969 kehrte er nach 18-jähriger Abwesenheit besuchsweise nach Japan zurück, wo er sich inzwischen ebenfalls grosser Beliebtheit erfreute. Zahlreich Aufträge für japanische Museen und Kulturzentren führten ihn im Alter immer wieder in sein Heimatland zurück.
Seine Malerei ist geprägt von geheimnisvollen, fernöstlich anmutenden Zeichen und Formen, die er mit einem aufmerksamen Blick als Details wahrnahm, von ihrem ursprünglichen Umfeld isolierte und für die Leinwand vergrösserte. Die Raumaufteilung der Bilder baut auf einer sehr rationellen Denk-Präzision auf, die er sich v.a. in Europa angeeignet hatte. Die Verbindung japanischer Zeichen-Magie und europäischem Form-Willen fand in oftmals grossflächigen und grafisch exakten Kompositionen zu einer Synthese voller Gegensätze . Erfand im gestalterischen Erbe zweier Kulturen eine Quelle, aus der immer wieder Neues entstehen konnte. Neben der Malerei mit Öl und Gouache-Farben schuf er ein umfassendeslithografisches Werk mit teils sehr grossen Blättern. Er malte auch Wandbilder, illustrierte Gedichtbände, kreierte Metallreliefs und Multiples und entwarf Innen- und Aussendekorationen für Gebäude.
Museen und Galerien auf der ganzen Welt widmeten ihm Ausstellungen.
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Preise
1962 Biennale von Venedig 1965 Bester ausländischer Künstler, Biennale São Paulo (Brasilien) 1966 Grand Prix Biennale Krakau (Polen) 1972 Ehrenpreis Biennale für Grafik Oslo
Ausstellungen in der Galerie HILT
1957, 1972, 1977 Kumi Sugaï
Quellen
Dokumentation Galerie HILT, 1957 Katalog Galerie Brechbühl Grenchen, 1980 J.C.Lambert: «Sugai», Kara Genf 1990
© Copyright Galerie HILT AG, 1999/kr |
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