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Sonja Sekula ï Von Farbe zu Farbe, von Wort zu Wort

Vernissage                Samstag, 9. Februar 2008, 14 - 17 Uhr

Ausstellung               bis 29. März 2008

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

«All & One», 1952

Oil-Scratch auf Papier

28 x 24,5 cm

unverkäuflich

Farberinnerungen, April 1959

Oil-Scratch auf Malkarton

50 x 19,5 cm

unverkäuflich

Ohne Titel, November 1957

Papiercollage

19,5 x 19,5

unverkäuflich

«Immer wieder Geduld und Abwarten und viel Stille während wir Pinsel wechseln – von Farbe zu Farbe wie Schmetterlinge den Staub mischen. Irgend etwas soll und wird bleiben, Papier, Gedanken, Bilder, möge die dagelassene Arbeit ein Schritt weiter führen zur Entwicklung der Freude. Vom Nahen in das Fremde Ferne, auch dort eine Nähe, arbeiten mit und ohne Bemerkung...das stete Erfüllen vom Geheimnis.»

Sonja Sekula, April 1957

Von Farbe zu Farbe, von Wort zu Wort

Gemeinsam mit den Surrealisten und mit anderen Künstlern ihrer Generation war Sekula das Interesse an den indianischen Kulturen Alaskas und Mexikos und ihrer bildnerischen Produktion, die als Alternative zum Erbe der europäischen Moderne galt. Sonja Sekulas Zeichnungen und Gemälde aus dieser Zeit, erinnern in der Überfülle der darin auftretenden Figuren und Formen und in der intensiven Farbigkeit an die indianische Volkskunst. Anregungen holt sie sich immer wieder auf Reisen. Besonders wichtig werden die mannigfaltigen Eindrücke, die sie in Mexiko sammelt.

Sekula kreiert faszinierende, mehr- und tiefschichtige Kritzelzeichnungen, mit oft skurrilen Titeln und mit handschriftlichen Texten. Diese Frottagen, Sand- und Scratchbilder geben ihre Geheimnisse dem aufmerksamen Betrachter nur nach und nach preis.

Die starken und wechselnden Einflüsse, denen Sonja Sekula zeitlebens ausgesetzt war, manifestieren sich in unterschiedlichste Stilelemente. Die «écriture automatique» der Surrealisten, die spontanen, psychisch motivierten Form- und Farbentwürfe der abstrakten Expressionisten haben Spuren in Sonja Sekulas, in unterschiedlichsten Techniken wie Öl, Gouache oder Papiercollage ausgeführten Arbeiten hinterlassen.

Die von zahlreichen Klinikaufenthalten geprägte Biografie schlägt sich auch in der Malweise der Künstlerin nieder. Sind in Phasen der Niedergeschlagenheit und Ratlosigkeit ihre Bilder oft in Braun, Grau- und Schwarztönen gemalt, so schafft Sekula mit zunehmend aufhellender Stimmung Werke, die von explosiver Farbigkeit erfüllt sind.

Je mehr Sonja Sekula sich in Kliniken und ausserhalb des Kunstbetriebes aufhält, desto mehr entstehen Skizzenbücher, Tagebücher und Wortbilder.

Sekula nennt ihre Wort-Bild-Werke auch «Nachtbücher, Morgen- und Mittag- und Vor-Gestern-Bücher» oder «A small-talk book».

Mehr Information zu Sonja Sekula

 

TIPP

Sonja Sekula im Aargauer Kunsthaus, Aarau

Aargauer Kunsthaus, Aarau      27. Januar bis 13. April 2008

Dunkelschwestern - Annemarie von Matt - Sonja Sekula

Annemarie von Matt (1905-1967) und Sonja Sekula (1918-1963) gehören zu den interessantesten wie auch unbekanntesten Schweizer Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts. Beide stammen aus der Innerschweiz. Während Sekula hauptsächlich in den USA lebte, hat von Matt fast ihr ganzes Leben in Stans verbracht. Die beiden Künstlerinnen weisen viele Verwandtschaften auf, was erstmals in einer Ausstellung aufgezeigt wird. Fokussiert wird dabei vor allem die Doppelbegabung – Malerin und Schriftstellerin.

 


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