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Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) Er wurde am 25.2.1841 in Limoges (F) geboren und starb am 3.12.1919 in Cagnes-sur-Mer (F). Schon mit 13 Jahren zeigte sich seine künstlerische Begabung - er bedeckte die Ränder seiner Schulbücher mit Zeichnungen – weshalb ihn seine Eltern kurzerhand aus der Schule nahmen und ihn zu einem Porzellanfabrikanten in die Lehre gehen liessen. Dort dekorierte er Teller und Schüsseln mit den verschiedensten Motiven. Vier Jahre später ging die Fabrik aber in Konkurs, und er musste mit Gelegenheitsarbeiten sein Brot verdienen. Als er genügend Geld zusammengespart hatte, nahm er 1861/62 endlich professionellen Malunterricht, zuerst als Schüler von Charles Gleyre, dann an der Ecole des Beaux-Arts in Paris. Er lernte Monet, Bazille und Sisley kennen, mit denen er nach der Natur zu malen begann.
Wie Monet wandte er sich von der damaligen Mode in der Malerei ab und entdeckte mit ihm jene Malweise der Zerlegung des Lichts in flirrende Punkte und Striche, die später Impressionismus genannt wurde. Er wandte sich den Sonnenlichtfarben zu: den leuchtend roten und blauen, gelben und grünen Tönen, deren Schatten von zartem Lavendelblau und Purpur bis Dunkelblau gingen. Was er auch malte, ob Landschaften, Blumen oder Menschen - immer arbeitete er am liebsten im Freien, wo die Farben am üppigsten waren und seine Lebensfreude trotz seiner grossen Armut widerspiegelten.
Mit dem Bild «Madame Charpentier und ihre Kinder» (1878), der Familie eines reichen Pariser Verlegers, begannen die Dinge sich zu seinen Gunsten zu wenden. Von da an erhielt er Aufträge für Portraits, von denen er lebte. Daneben malte er aber für sich selbst andere Bilder, durch die er berühmter wurde als durch die Portraits: in Licht getauchte Blumen, Landschaften, prachtvolle Akte, Einzelfiguren oder Gruppen in leuchtender Szenerie. Dank der besseren finanziellen Basis konnte er auch endlich seine Freundin, eine Modistin, heiraten, mit der zusammen er drei Söhne hatte. In seinem Spätwerk kamen Lithographien, Radierungen und Plastiken dazu.
Leider wurde er in seinen letzten Lebensjahren zum Krüppel, die Gicht befiel seine Hände. Trotzdem blieb er niemals müssig, und nichts konnte ihm seine Lebensfreude rauben. Kurz vor seinem Tode ging ein alter Wunsch in Erfüllung: sein Bild «Madame Charpentier und ihre Kinder» bekam einen Ehrenplatz im Louvre.
Seine Bilder sind in allen grossen Museen dieser Welt vertreten.
Quelle: Reclams Künstlerlexikon, 1995; Grosse Maler, berühmte Bilder, Verlag Das Beste GmbH, 1967
© Copyright Galerie HILT AG, 1999/ab
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