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Wallfahrtsort Gouache auf Papier E874 29 x 50 cm
Eglise au montagne Mischtechnik auf Papier E387 21 x 18 cm
Jesus Mischtechnik auf Papier E609 8,5 x 7,5 cm
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Nikifor (1895 - 1968) Eigentlich Epifan Drowniak Geboren wurde Epifan Drowniak, so sein bürgerlicher Name, am 21. Mai 1895 in Krynica, Polen (damals Russland) und starb 1968 in Polen. Wie bei vielen Vertreter der naiven Malerei oder der Art Brut ist auch in seinem Lebenslauf heute noch vieles unklar bzw. es stehen kaum vollständige Quellen zur Verfügung. Seine Geburtsurkunde zeigt (welche viel später erstellt wurde), dass er als Epifan Drowniak geboren wurde. Möglicherweise wurde er in Anlehnung an den Patriot und Maler Jan Matejko dann später Nikifor-Matejko gerufen oder Nikifor Krynici (Nikifor vom Dorf Krynica). Seine Bilder sind oft mit «Maler Nikifor», «Künstler Nikifor» oder «Souvenir aus Krynica» gekennzeichnet. Die Mutter, Eudocia Drowniak, soll gemäss den zuverlässigsten Quellen eine taubstumme Bettlerin oder Prostituierte gewesen sein. Nikifor konnte weder lesen noch schreiben, und er war wegen seiner Sprachstörungen ein Outsider. Nach dem Tod seiner Mutter fristete Nikifor das Leben eines Bettlers. Vermutlich im Alter von 13 Jahren begann er zu zeichnen und zu malen und verwendete dabei die Materialien, die sich gerade anboten: Bleistifte, Packpapier, Notizzettel oder Zigarettenschachteln. Seine Bilder verkaufte er an Gäste, welche den Kurort Krynica aufsuchten. Die Leute liessen sich von Nikifor auch porträtieren. Um 1930 wurde er von der Kunstwelt entdeckt, als sich im Thermalbad Krynica ein Ganzjahresbetrieb etablierte. In Künstlerkreisen begann man ihn zu loben, Ausstellungen wurden organisiert, seine Bilder wurden in Europa gezeigt und fanden den Weg nach Amerika. Nach 1945 wurde Nikifor auch vom polnischen Staat gefördert und unterstützt. Sein Künstlerdasein nahm er sehr ernst und erhielt nicht nur durch den Verkaufserfolg eine grosse Anerkennung. 1968 starb er nach langer schwerer Krankheit (wahrscheinlich Tuberkulose). Nikifor arbeitete in Mischtechnik, vor allem mit Aquarellfarben, Gouache und Wachsstiften. Als Folge des Papiermangels sind die Bilder, abgesehen von wenigen Ausnahmen, meistens kleinformatig. Die Bilderrahmen fertigte er oft selbst aus Papier, zum Aufhängen verfertigte er Ösen aus Garn. Seine Kompositionen sind häufig symmetrisch um ein zentrales Motiv gruppiert und missachten Proportionen. Thematisch malt er gerne Gebäude und Stadtansichten, wobei er Realität und Phantasie mischte. Nikifor liebte es auch, sich in erfundenen Situationen darzustellen, oft als Kirchenfürst, Richter oder Heiliger. Vermutlich Um über sein Analphabetentum hinweg zu täuschen, schrieb er Buchstabenfolgen oder einzelne Wörter in die Bilder. Seine bevorzugten Farben sind Pastelltöne, Dunkelgrün, Ziegel- oder Braunrot und Schwarz. Viele Werke befinden sich in Museen und Privatsammlungen in Europa und den USA. 1998 gab die polnische Regierung Briefmarken mit Illustrationen von Nikifor heraus. Nikifor gilt heute als einer der bedeutendsten Autodidakte in der naiven Malerei Polens. |
Ausstellungen in der Galerie HILT
1971 «Matejko Nikifor» 1979 «Berühmte naive Maler aus einer Privatsammlung» 1982 «Outsiders» 1998 «Art Brut: Kunst zwischen Genialität und Wahnsinn»
© Copyright Galerie HILT AG, 2004
Empfehlenswerter Link: www.nikifor.com.pl |
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