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Farbserigraphie auf Japanpapier
Olympische Ringe, 1970 Farbserigraphie 87 / 92 AG448 81 x 58 cm
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Max Bill (1908-1994) Er wurde am 22.12.1908 in Winterthur geboren und starb am 9.12.1994 in Berlin. Zunächst liess er sich an der Zürcher Kunstgewerbeschule zum Silberschmied ausbilden, bevor er 1927-1929 am berühmten «Bauhaus» in Dessau (D) als Schüler von Walter Gropius und Hannes Meyer Architektur studierte. Dort kam er auch in Berührung mit Malern wie Klee, Kandinsky und Schlemmer. 1930 kehrte er nach Zürich zurück und arbeitete als Architekt, Landschafts- und Stadtplaner, Industrie- und Möbeldesigner, Maler, Bildhauer, Kunstpublizist und Kunsttheoretiker, und von 1967 bis 1971 war er Nationalrat als Vertreter des LdU. Durch seinen künstlerische Grundschrift, einer Suche nach einer Schnittstelle zwischen ästhetischen und mathematischen Denkweisen, wurde er schon 1936 ein viel beachtetes Mitglied der Pariser Künstlergruppe «Abstraction-Création» und einer der bekanntesten Vertreter der sog. «konstruktiven Kunst». Rechte Winkel, reine Farben und makellose Oberflächen sind bezeichnend für sein Werk, mit dem er sich gegen eine Welt voller Kompromisse, Fehlspekulationen und chaotische Zustände wandte. Er arbeitete auf mathematischen Grundlagen und seine geometrischen Zeichen sollen nur auf sich selbst verweisen, nichts darstellen oder symbolisieren. Unter «konkreter Kunst» verstand er alle Kunst, welche eine Idee im Raum, Zeit, Licht, Bewegung, Farbe und Materialien artikuliert. Seine Ideen und seine Überzeugung, dass die Kunst positiv auf den Menschen wirken kann, verbreitete er auch in seiner Lehrtätigkeit und Gastreferaten, als Initiator von Ausstellungen und Mitglied verschiedener Gruppen und Vereinigungen v.a. in der Schweiz, Deutschland und Frankreich.
Zahlreiche Galerien und Museen auf der ganzen Welt haben ihm schon zu Lebzeiten Ausstellungen gewidmet. Er nahm an diversen Wettbewerben, Biennalen und Triennalen teil und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Seine Werke finden sich weltweit in Museen und in Privatsammlungen.
Interessanter Link: http://www.bill-stiftung.ch/maxbill.htm
Ausstellungen in der Galerie HILT: «Max Bill» 1962 und 1966; «Konkrete Kunst» 1974
Quelle: «Ausstellung Max Bill.», Staatsgalerie Stuttgart, Basler Zeitung vom 13.12.1994, Reclams Künstlerlexikon, Ausstellungsdokumentation Galerie HILT AG
© Copyright Galerie HILT AG, Basel, 2006/kr-cr |
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