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Jean Baier (*1932)
Er
wurde am 24.2.1932 in Genf geboren und lebt heute noch in der Suisse Romande.
Schon
sehr früh faszinierten ihn die zweckmässigen Formen von Fabriken und
industriellen Maschinen. Obwohl er schon mit 15 Jahren zu malen begann,
absolvierte er eine Mechanikerlehre. Dabei kam er erstmals auch mit einer
Spritzpistole in Berührung und fand darin ein willkommenes Instrument, um seine
Idee eines «Rolls Royce der Malerei» zu realisieren.
Ab
1955 widmete sich der Autodidakt vollends seinem künstlerischen Schaffen und
entwickelte einen Stil, den er seither unablässig verfolgt und intensiviert.
Die Spritzpistole bleibt sein Instrument, mittels welchem er Zellulosefarben auf
Blech, Aluminium oder synthetische Stoffe sprüht.
Was
ihn als Vertreter der konkreten Kunst auszeichnet, ist die strenge Klarheit
seiner Form, und immer wieder ist sein Interesse an den Gegensätzen zwischen
Kunst und Industrie spürbar. Abgesehen von seiner Architektur weist seine Kunst
keine Kurven auf. Dies rührt von seiner Überlegung her, dass «die Gerade eine
Kurve (ist), die ihren maximalen Spannungspunkt erreicht hat». Diese geballte
Energie im limitierten Raum ist ein auffallendes und sich stetig wiederholendes
Merkmal seiner Werke, wie auch die Verwendung von wenigen Farben, oft in
Kombination mit Schwarz. Sein
sonstiges Schaffen umfasst auch Fassadenkunst mit Keramikplatten und grosse
Wandbilder.
Vor
allem in den 60er und 70er-Jahren stellte er häufig im In- und Ausland aus, und
namhafte Unternehmen erwarben seine Werke.
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Werke (Auswahl)
Grosses Wandbild für den Pavillon der Schweiz. Landesausstellung 1964
Ausstellungen
in der Galerie HILT
1962 Baier, Humbert, Talman
1974 Konkrete Kunst
Quellen
NZZ vom 22.5.1964, Radio TV 20/63, tv 1970er-Jahre, Reclams Künstlerlexikon
©
Copyright Galerie HILT AG, Basel, 1998/kr
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