MOSAIK. Was an den Gouachen und Ölbildern der
Baslerin Regula MathysHänggi frappiert, sind die fast mosaikartig
aneinandergefügten Farbpunkte, die stakkatohaft gesetzten Farbstriche, die
sich zur pastosen Bildmaterie verdichten.
Genaueres Betrachten lässt in der Galerie HILT farbprächtige Blütenregen,
saftige Blumenwiesen und Graslandschaften erkennen, die wohl bei jedermann
heftiges Verlangen nach Frühling, Sonne und Wärme erzeugen. Bilder wie
«Morgengold» oder «Morgentau» bezaubern vor allem durch die Farbe: durch das
strahlende Rot des Vordergrunds oder die grünblauen, eher kühleren Töne im
hinteren Bildbereich.
RHYTHMUS. Aus Farbtupfen und Farbflächen - dick aufgetragen und satt
bis an die Ränder ausgemalt - setzen sich die Bildmotive zusammen, die
erstaunlicherweise nie ausschnitthaft, sondern als geschlossene
Kompositionen wirken.
Neben Werkphasen, in denen die Künstlerin nach streng vorgegebenen
Grundmustern und in ganz präzisem Rhythmus arbeitet, kommt es immer wieder
zu Ausbrüchen in eine stark gefühlsbetonte Malerei, wie es die aktuelle
Serie unter dem Titel «Frühlingserwachen» eindrücklich vor Augen führt.