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Monotypie Die Monotypie ist ein Mittelding zwischen Grafik und Original und somit keinem bestimmten Druckverfahren zuzuordnen. Bei der Monotypie von der bemalten Platte wird mit Ölfarbe oder Druckerschwärze direkt auf die Druckplatte gezeichnet, die aus Kupfer, Plexiglas, Linoleum, Presspan oder Wachskarton besteht. Danach wird ein Papierbogen oder ein anderer Druckträger von Hand oder mit der Presse abgedruckt, solange der Farbauftrag auf der Druckplatte noch nass ist. Die Farbe gelangt so direkt von der Platte auf das Papier. Es kann auch mit einer eingewalzten Platte gearbeitet werden, die meist aus Glas besteht. Auf diese wird Papier gelegt, auf dessen Rückseite gezeichnet werden kann. Auf der Platte verbleibt eine Negativ-Zeichnung, denn der Farbauftrag wird durch das Druckdrücken entfernt. Die Negativ-Zeichnung kann somit auf ein neues Blatt übertragen werden. Die Methode kann auch so variiert werden, dass ein beschichtetes Blatt auf die Platte gelegt wird mit der Zeichnung auf der Rückseite. Dadurch wird, wie bei der Durchdrucktechnik, die Farbschicht im Negativ auf die Platte aufgedruckt. Von dieser kann nun wiederum ein Abzug auf ein neues Blatt hergestellt werden. Man kann die Platte auch mit einer Farbschicht bearbeiten: Aus der mit einer Malschicht versehenen Platte hebt der Künstler mit Wischen Lichter heraus. Von der Idee her ist diese sog. Schwammgrafik (Spongotypes) mit der Mezzotinto-Technik verwandt. Monotypien, früher sehr verbreitet, werden heute selten mehr hergestellt.
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Quellen: Bruckmanns Handbuch «Druckgraphik», Bruckmann, München 1973; Felix Brunner: Handbuch der Druckgraphik, Arthur Niggli AG, Teufen; Walter Koschatzky: Die Kunst der Graphik, Residenz, Salzburg, 1972 © Copyright Galerie HILT AG, Basel, 1999 / mm
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